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Restaurant Black Pearl
Bismarckstraße 18
Schnellrestaurant Pfeffermühle
Fauermanns Pad 16
Bauernstuben
Ostland 3
Biergarten Upholmhof
Upholmstraße 45
Bistro Pferdestall
Bismarckstraße 20
Fischerman‘s Koeken
Bismarckstraße 12
Cordon Bleu

Es war alles bereits perfekt vorbereitet: Unmittelbar vor dem In-Sicht-Kommen der Amerikanischen Küste sollte auf der TITANIC das letzte Dinner der Reise serviert werden. Für die Erste Klasse war vorgesehen, die Eroberung des ›Blauen Bandes‹ für die schnellste Atlantiküberquerung gebührend zu feiern. Die neue kulinarische Spezialität, die zu diesem Anlass kreiert worden war, sollte den beziehungsreichen Namen ›Cordon Bleu‹ tragen – ›Blaues Band‹.
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Wie die Geschichte endete, bzw. warum sie nie begann, wissen wir. Um den Erfolg der Jungfernfahrt – den Gewinn des Blauen Bandes – nicht zu gefährden, ließ der Kapitän nämlich trotz mehrfacher Eiswarnungen Volldampf fahren, stellte aber lediglich einen einzigen Ausguck in den Fockmast ab – ohne Fernglas. Sein Schiff war ja schließlich unsinkbar!
Ein Eisberg wusste es besser und die TITANIC verschwand binnen weniger Stunden von einer spiegelglatten ruhigen See. Die Hälfte der Menschen an Bord mit sich nehmend.
So wird es in Hafenkneipen erzählt, wo jeder weiß, wie man es besser macht oder hätte machen müssen. Aber stimmt das überhaupt?
Machen wir doch mal den Faktencheck:
Seit dem Jahr 1912 war der Dampfer Mauretania Trägerin des ›Blauen Bandes‹ mit einer Durchschnittsgeschwindigket von 26 Knoten.
Die TITANIC war für lediglich 21 Knoten Dienstgeschwindigkeit und maximal 24 Knoten ausgelegt – mehr konnte sie nicht leisten. Sie war bereits auf Kosteneffizienz getrimmt, denn Kohle war ein teures Gut.
Und überhaupt wurde das ›Blaue Band‹ für die West-Ost-Fahrt verliehen, also die Gegenrichtung.
Und der Chef de Cuisine der TITANIC hat weder das Cordon Bleu erfunden, noch könnte er es gekannt haben.
Das Gericht wurde zum ersten Mal 1949 in einem Kochbuch erwähnt, ist also ein ganz junger Klassiker.
Und mit dem ›Blauen Band‹ der Seefahrt hat der Name auch nichts gemein. Der Zusatz ›à la Cordon Bleu‹ bei einem Kochrezept bedeutet: ›nach Art der Hohen Kochkunst‹ – der ›Haute Cuisine‹. Das wiederum geht auf das himmelblaue Ordensband des Ordens vom Heiligen Geist zurück, das ausgezeichnete chefs de cuisine tragen dürfen.
Die Entstehung des Gerichts liegt im Dunkel der Vergangenheit.
Aber es gibt eine nette Anekdote:
Einst bestellte eine 30köpfige Gesellschaft in einem Restaurant bei Brig im Wallis Schweinscarré. Der Zufall wollte es, dass eine zweite, ähnlich große Gruppe ebenfalls Schweinscarré bestellte, während die erste Charge bereits in Zubereitung war. Das war im Jahre 1808 – in Zeiten ohne Kühlschrank und Expresslieferung.
Kurz: die Vorräte reichten nicht, alle fünf Dutzend Gäste zu verköstigen. Da kam die Köchin auf die raffinierte Idee, die Schnitzel schmetterlingsartig aufzuschneiden und mit Walliser Rohschinken und einer Käsescheibe zu strecken. Es gab keine Beschwerden – im Gegenteil: das Gericht mundete allen und der erleichterte Chef meine zur Köchin, dass ihr dafür gewiss das Blaue Band zustünde. »Ach was«, soll diese erwidert haben, »ein Blaues Band brauch ich nicht, Aber nennen Sie doch einfach das Gericht ab heute so.«
In Brig jedenfalls wird beim jährlichen Alpenstadtfest die ›Erfindung des Cordon Bleus‹ gebührlich zelebriert.
Restaurant & Café Yachthafen
Am neuen Hafen 2
Klein & Fein
Fauermannspad 16
Delfter Stuben
Bismarckstraße 6
Rudi‘s Schlemmerland
Wilhelm-Bakker-Straße 22
Leo‘s Restaurant
Jann-Berghaus-Straße 1c
