Informationen Insel Borkum 1 – 6

Waterkant-Humor 1

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Der ostfriesische Humor
hat ein Bißchen was von
›von hinten durch die Brust ins Auge‹.

Er ist weniger derb als der bayrische oder kölsche – stets etwas hintersinnig mit leichten Anklängen von Selbstironie. Ich meine hier nicht die gängigen Ostfriesenwitze.

Ich meine die, die sich Ostfriesen untereinander erzählen.

Wenn Du einen solchen weißt und hier vermisst, darfst Du ihn gerne hier zum Besten geben.



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Bis Mitternacht geöffnet

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Paar Sprüche vorweg:

Steit to Wiehnacht noch dat Korn,
ist dat wol vergeten wor'n...

Kann der Bauer nicht schwimmen,
ist die Badehose schuld.

Dabei sein ist alles!
Motto von de Olympische Funkschoniern

Du kannst di dreihen as du wullt,
de Mors blifft alltied achtern.

Dor hett en Uul seten.
(Da hat ne Eule gesessen = pech gehabt)

Wat'n Weer weer –
regn't unnert Döör döör!

(Was für ein Wetter wieder –
regnet unter der Tür durch!)
Quelle: Ostfriesen Zeitung


Herzinfarkt

Erich aus Jever hat einen Herzinfarkt.
Blaulicht, Intensivstation.
Bypass-Operation,
Reha.

Sagt der Oberarzt: »Erich, das war knapp. Du bist noch lange nicht gesund. Wenn ich dich jetzt nach Hause lasse, muss ich dir ein paar Dinge streng verbieten; also:
kein Alkohol,
keine Zigaretten.
keine Frauen
und nicht Treppen steigen.
In 6 Wochen seh‘n wir uns wieder zur Nachuntersuchung.«

Nach 6 Wochen wird Erich untersucht.

»Nicht zu fassen«, sagt der Doktor.
»So eine Rekonvaleszenz habe ich noch nicht erlebt. Bravo! Ich kann dir wieder alles erlauben.«

»Und darf ich auch wieder Treppen steigen?«

»Ja doch, was soll gerade diese Frage?«

»Nu, mach du das mal: 6 Wochen in‘n zweiten Stock anne Dachrine hoch und runner und an‘n Küchenfenster rein und raus...!«



»Diesel«

Warum darf ein Herzkranker nicht Cola und Bier trinken?
Weil er sonst colabiert.


Teatime

Antje und Meta sind Freundinnen.
Sie unternehmen vieles gemeinsam. An einem Sonntag machen sie einen Ausflug in die Stadt nach Emden. Sie besuchen den Alten Hafen und gehen ins Otto-Museum.
Gegen Nachmittag meint Meta: »Was meinst – is nich Teatime?«
»Hast recht«, sagt Antje – »aber was hältst du davon, dass wir heute mal Kaffee trinken, wo wir schon mal inne Stadt sind?«
»Au ja!« sagt Meta – »lass uns ein Café stürmen – hast Recht!«

Der Kaffee war wirklich vorzüglich; und als die Bedienung fragt, ob's gemundet hat, loben beide den Kaffee in den höchsten Tönen.
Geschmeichelt und stolz sagt das Mädel: »Ja, den kriegen wir auch direkt aus Brasilien!«
»Dascha gediegen! – aus Brasilien – von so weit her?«

»UND DENN NOCH SOOO HEISS!?!«



Frühjahrsputz

Schlagzeile in der Nordwestzeitung:
Frau stürzt aus viertem Stock.
Schon wieder Unfall beim Gardinen bügeln.


Ein leiser Puups

Die uralte Orgel in Hohenkirchen im Wangerland muss mal wieder gestimmt werden.
Der Orgeltechniker kommt mit seiner Werkzeugtasche und macht sich an seine zeitaufwändige Arbeit:
Ton anschlägen – regulieren – erneut anschlagen – noch’ Tick . . .

Küster Gerd ist ihm zur Orgel gefolgt und will einfach nicht wieder gehen. Wortlos steht er da, sagt nix – und genau das macht den Techniker nervös und unkonzentriert.
Er ist es gewohnt, in Ruhe zu arbeiten und es irritiert ihn, wenn da eine Art schweigsamer Geist neben ihm steht. Er kommt mit der Arbeit einfach nicht voran.
Vielleicht hilft es ja, wenn ich ein Gespräch beginne, denkt er.
Als beim gefühlten zehnten Mal der richtige Ton nicht kommen will, sagt er: »Ist aber auch ne schlechte Akustik hier.«

Der Küster steht und schweigt.

Nach einer längeren Pause sagt er:
»JA, EBEN RIECH' ICH'S AUCH!«



Ewige Ruhe

»Mensch! – Hein hat ja jetzt die Ewige Ruhe gefunden!«
»Wat denn? – is he dood?«
»Nee – dat nicht – aber seine Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit is endlich durch!«


Und schon bald . . .

Amtsgeflüster

Hein ist jetzt ›Sachbearbeiter‹ auf'm Amt in der Kreisstadt Aurich.
Gegen 11 Uhr schellt das Telefon.

Hein: »Is 11 Uhr durch, Dösbartel – Teatime

»Unverschämtheit!!! —
Wissen Sie überhaupt, mit wem Sie reden?
Hier ist Amtsleiter Hartmann!!!«

»Ach wat! –
Und wissen Sie eigentlich, mit wem SIE reden?«

»Nein.«

»Puh! – noch mal Schwein gehabt . . .« — — (legt auf)



Aushub

Bauarbeiter in Esens an der Baugrube zum Polier:
»Chef, wir haben da noch jede Menge Aushub. Was soll denn damit?«
»Wills‘t mich verarschen? Macht‘n Loch und haut weg, den Scheiß...!«



Zollkontrolle

Morgens in aller Frühe legt ein Fischkutter im Hafen an.
Wie üblich, wenn das Schiff außerhalb der Dreimeilenzone war, kommt ein ›Grüner‹ an Bord.
»Und? – Spirituosen? Whisky? Brandy? Genever...?«
»Nee«, sagt der Skipper, »Nich an‘n frühen Morgen!«


Seelsorge

Bauer Frerich schraubt und fummelt an seinem Trecker, weil der nicht anspringen will.
Was er auch tut — der Motor startet nicht.
Dabei flucht er nach Herzenslust, wie das nun mal Ostfriesen-Art ist.
Als er mal wieder ordentlich ›in Fahrt‹ ist, merkt er, dass der Dorfpastor neben ihm steht und wohl schon eine Weile zuhört.
»Guten Morgen, mein Sohn – Du weißt doch, dass geschrieben steht: ›Du sollst nicht fluchen‹«
»Verdammich und zugenäht – was soll ich denn sonst tun!?«
»Versuch es doch mal mit: ›In Gottes Namen . . .›
»Hä??? — Meinetwegen IN GOTTES NAMEN!!!«
Der Trecker startet und tuckert, als wär' nix gewesen.

Springt der Pastor zurück und ruft:
»DAT GEIT MIT'N DÜVEL!«





»Natte Feut un Noorden Wind
Gift 'n krusen Büdel Un'n lütten Pint!«



 

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