
Waterkant-Humor 3
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F E U R I O ! ! !
Frerichs Bauernhof in der Marsch brennt.
Bei der Feuerwehr Aurich klingelt das Telefon:
›Feuerwache Aurich ... ‹
›Moi'n – ist da die Feuerwehr?‹
›Ja doch ...‹
›Fein! – also, bei und brennt das ja.
Angefangen hat das wohl inne Scheune.‹
›Ja, OK, a . . .‹
›Das Vieh ham wir auffe Weide getrieben ... ‹
›Ja, nu aber ... !‹
›Mit'n Löschen komm' wir nu nich mehr so recht nach ...
... das Dach brennt auch schon ... ‹
›Also jetz ... !!!‹
›Ich mein' – könnt ihr nich mal längsseits komm' un büsch'n löschen und so?‹
›Mannoman – nu lass' doch mal dein langen Klönschnack un sach mir überhaupt mal, wie wir zu euch hin komm'!‹
Pause
‹Wieso?‹
›HABT IHR NICH MEHR DIE ROTEN AUTOS???‹
Seelenschmerz
Töchterchen Anita is mitten inne Pubertät. Sie hat einen Freund, ›mit dem sie geht‹ und eigentlich läuft seit einem halben Jahr alles ganz harmonisch und normal.
Doch nu ist das auf einmal anners. Anita is still, isst wenig, hat Launen und will in Ruhe gelassen werden, wenn Mutter nachfrage will, was los is.
Sogar von der Schule kam ein Brief.
Als sie denn auch noch anfängt, zu weinen, wird es Muttern zu bunt.
»Dann geh'n wir jetzt eben zum Dokter – der wird schon rauskriegen, was mit dir los is!«
Termin wird gemacht.
Mutter nimmt Anita in schlepp – und ab nach Jever inne Praxis.
Der Artz untersucht das Mädel und beim Gespräch mit der Mutter meint er: »Ich kann Sie beruhigen. Ich hab' nichts organisches gefunden. Wenn' nicht besser wird, rate ich, mal die Psyche untersuchen zu lassen.«
»Hab' ich mir auch schon gedacht«, sagt Mutter Hansen, »hab' gleich mal 'n Fläschchen voll mitgebracht!«
Not & Tugend
Adje ist ›in't Backje set‹
(ins Gefängnis gesteckt)
wegen seiner Steuerschulden.
Drei Monate.
Seine Frau ist wütend und schreibt ihm: »Das gefällt dir wohl! Jetzt muss ich den Kartoffelacker allein umgraben, und du sitzt faul auf deinem Hintern!«
Ajde antwortet:
»Rühr bloß den Acker nich an! Da hab' ich doch das ganze Geld versteckt!«
Im nächsten Brief schreibt seine Frau:
»Jemand muss deinen Brief gelesen haben. Die Polizei war da und hat den ganzen Acker umgegraben.«
»Fein«, schreibt Adje,
»brauchst nur noch die Kartoffen setzen.«
Deichschäfer
Es ist so um Ostern. Deichschäfer Jan ist mit seiner Herde Deichschafe zwischen Mariensiel und Dangast unterwegs. Er hat es sich auf der Südseite des Deichs gemütlich gemacht und er döst in der Nachmittagssonne.
Da kommt von Dangast her ein schwarzer SUV angebraust und hält beim Schäfer an.
Ein piekfein gestylter Mittdreissiger steigt aus, stellt sich vor Jan auf und sagt: »Moin – ich bin der Gerd. Ich möchte gern ein Schaf kaufen. Geht doch klar?«
»Moi’n – ich bin Jan – geht klar! Suchen Sie sich eins aus.«
Der feine Herr erklimmt den Deich und kehrt nach einer Weile mit einem Schaf zurück.
Packt’s gleich schon mal in den Kofferraum.
Jan schweigt und guckt seinen Besuch nur an.
Sagt der: »Wollen wir ne kleine Wette machen – wenn ich dir sagen kann, wieviele Schafe du aufs Stück genau hast, krieg ich mein Schaf umsonst?«
»Meinetwegen«, brummt Jan – ”Mok wi!«
Der Mann geht an sein Auto, erscheint mit einem Laptop, Lädt Satellitenbilder hoch und tippt etwas ein. Studiert ein paar Sekunden das Ergebnis, klappt das Notebook zu und verkündet: »575!«
»Jau«, sagt Jan – »Stimmt! «
Als sich der Herr seinem Gefährt zuwenden will. Mein Jan: »Wat is – krieg kein Revanche, oder wat?«
»Sure« sagt der Mann »Schieß’ los!«.
»OK – wenn ich Ihnen jetzt sage, welchen Beruf Sie haben, krieg ich mein Schaf wieder!«
»Gut«, meint der Besucher.
»Nu – Sie sind Unternehmensberater!«
»WOW – Volltreffer! – kaum zu glauben!
– aber jetzt will ich gern wissen, wie du darauf gekommen bist.«
»Nich schwer.
Erstens: Sie kommen, ohne dass ich Sie gerufen habe.
Zweitens: sie wollen mir Informationen verkaufen, die ich längst habe.
Drittens: Von meinem Gewerbe haben Sie aber nicht die leiseste Ahnung.«
»Moo-ment! – Punkt eins und zwei lass’ ich mir ja noch gefallen, aber Punkt drei . . .«
»Doch, doch sagt Jan. Was Sie da in ihr Auto gepackt haben,
DAS IST MEIN HUND!«
Das achte Gebot
Der Richter ermahnt die Dame im Zeugenstand:
»Sie wissen doch sicherlich, was Sie für eine Falschaussage bekommen?«
»Ja, Herr Richter, weiß ich – 10.000 in bar und ein Cabrio!«
Alkohol am Steuer
Ein Streifenwagen steht eines schönen Abends wieder mal ›routinemässig‹ wartend unweit einer Kneipe.
So gegen Halbeins geht die Tür der Bar auf und Hein Mück – offensichtlich sturzbetrunken – torkelt auf den Parkplatz zu.
Die Polizeibeamten beobachten genüsslich wie der von Auto zu Auto schwankt und jedes Mal versucht, den Wagen aufzuschließen.
Nach fünf Versuchen hat er endlich sein Auto gefunden, öffnet die Fahrertür und legt sich erstmal quer auf Fahrer- und Beifahrersitz.
Fenster auf.
In der Zwischenzeit verlassen weitere Gäste die Bar, steigen in ihre Autos und fahren weg.
Der Betrunkene rappelt sich auf und schaltet die Scheibenwischer ein - obwohl es ein schöner trockener Sommerabend ist - danach betätigt er den Blinker, schaltet den Scheibenwischer auf schnell, macht Licht und das Radio an, den Blinker wieder aus und drückt die Hupe. Schliesslich startet er den Motor und macht den Scheibenwischer wieder aus. Er fährt ganz langsam einen halben Meter vorwärts und dann wieder einen halben Meter rückwärts und steht dann wieder für ein paar Minuten, während weitere Gäste das Lokal verlassen und wegfahren.
Endlich fährt er langsam auf die Straße.
Die Streife, die das Schauspiel geduldig und amüsiert beobachtet hat, fährt dem Mann hinterher, schaltet das Blaulicht ein und stoppt Hein, der die Papiere zeigen und sogleich einen Alkoholtest machen muss.
Zu der grossen Überraschung des Polizisten ist der Test negativ, worauf sie dem Mann erklären, dass er mit aufs Polizeirevier kommen muss, da mit dem Alkoholtestgerät offensichtlich was nicht stimmt. »Nee – all’s in Ordnung«, sagt Hein und grient. »Ich war heut’ mit Lockvogel dran, damit die Besoffen in Ruhe heimfahren konnten.«
Der Oldenburger
In Aurich, da ist es schaurig –
und in Leer noch viel mehr.
Es ist bitterkalter Winter und alle Gewässer in Ostfriesland sind zugefroren. Auch der Ems-Jade-Kanal.
Die Bundesstraße folgt lange Strecken dem Kanal.
Ein Städter aus Oldenburg, der nach Emden will, sieht einen Trecker auf dem Kanal mit einem Miststreuer dran in vollem Betrieb.
Das macht ihn neugierig.
Er hält an und steigt aus.
Der Bauer auf dem Trecker hält ebenfalls an, weil er meint, der Autofahrer will was von ihm.
»Sach mal – weiß du überhaupt, was du da tust? Mist streu'n auf'n gefrorenen Kanal?
Bist wohl aus Aurich.?«
»Jau«, sagt der Bauer – »aus Aurich.
Un klar weiß ich, was ich tu.
Heut' Nachmittag kommt einer aus Oldenburg,
DER KAUFT DEN ACKER!«
Trendsport
Zwei Freunde – beide erfolgreiche „neureiche“ Jungunternehmer spielen zusammen Golf und haben gerade das fünfte Loch beendet.
Vor ihnen haben schon längere Zeit zwei Frauen sehr langsam gespielt, und es sieht nicht so aus, als kämen die flott voran.
Also schlägt der eine vor: »Ich gehe mal fragen, ob sie uns vielleicht ein Loch durchreichen.«
Er läuft los, kehrt aber nach der Hälfte der Strecke um und meint: »Da gibt's ein Problem. Die eine ist meine Frau und die andere meine Freundin.«
»Kommt vor«, meint der andere und macht sich jetzt seinerseits auf den Weg.
Doch auch er kehrt nach der halben Strecke um und meint:
»WIE KLEIN DOCH DIE WELT IST . . .«
Geiz is geil!
»Mensch, Anni – lange nicht gesehen! Wie gehts denn so?
Bist immer noch mit Franz zusammen, dem ollen Geizhals?«
»Nee, – das hat sich erledigt.
Der geht jetzt mit einer, die hat an Weihnachten Geburtstag!
Großmarkthalle
Hamburg, Großmarkthalle.
Ein Schüler hat dort einen Ferienjob über die Sommerferien.
Kommt ein Kunde und sagt:
»Ich hätt' gern einen halben Kopf Salat.«
Irritiert sagt der Schüler:
»Moment, da muss ich rasch den Chef fragen.« – geht nach hinten und sagt zum Chef:
»Meister, ich hab' da einen Beknackten, der will einen halben Kppf Salat – was mach' ich denn mit dem?«
Der Chef deutet ein Nicken an und sagt nichts.
Der Junge dreht sich um und sieht, dass der Kunde ihm gefolgt ist.
»Ach ja, und dieser nette Herr nimmt die andere Hälfte vom Salat, geht dann doch klar, oder?«
»Geht klar«, sagt der Boss.
Als der Kunde weg ist, meint der Chef:
»Das war aber beeindruckend, wie du grad' deinen Arsch gerettet hast – wo lernt man denn sowas?«
»Ach – bei uns in Altona!«‹ –
»Wie – du kommt jeden Tag extra von Altona hierher? Gibt's denn da keine Ferienjobs?‹
»Schon, aber Altona is doch 'n Kaff. Da gibts doch nur Fußballspieler und Nutten.«
»So, so‹, sagt der Alte ›interessant – übrigens, meine Frau kommt aus Altona.«
»COOL!
WO HAT SIE GESPIELT?
FC SANKT PAULI?«
Einmaleins
Hein zu Fiete: »Sachmal: wieviel is zwei un zwei?“ Fiete: »Pah – viel kann’t nicht sein, suns wüsst’ ick dat!«
Schwiegermama
Jan Gibermanns Hof liegt einsam in der Marsch. Bis zum nächsten Hof sind es drei Kilometer.
Es ist Februar.
Ein Orkan tobt und es regnet waagerecht.
Miternacht ist durch, aber Jan hockt noch vorm Fernseher.
Da rappelt es wie verrückt an der Haustür.
Der Bauer steht auf, sucht seine Holzschuh – findet sie und latscht zur Tür. wo es pausenlos hämmert.
Im Regen steht Schwiegermutter. Patschnass bis in die Socken. »Mensch, Mutting – was machst du denn hier draußen?
Am Arsch der Welt!
Bei dem Sauwetter!
Bis ja ganz nass!
Und saukalt is auch!
GEH' DOCH NACH HAUSE!!!«
Schwiegermutter reloaded
Jans Schwiegermutter geht es momentan gar nicht gut.
Alles tut ihr weh, sie behält kein Essen bei sich, ist blass und apathisch.
Bleibt wohl nix anders übrig, als nach Aurich zum Doktor zu fahren.
Jan fährt sie hin.
Der Doktor untersucht die Dame und schreibt ihr ein Rezept.
Als Schwiegermutter zur Toilette ist, nimmt er Jan beiseite und meint: »Ihre Schwiegermutter gefällt mir gar nicht . . .«
»Willkommen im Club!« sagt Jan.
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